Kandidatur Olympia 2038 ist auf Kurs

Symbolisch starker Tagungsort für die Vorständekonferenz 2026: Im Centre Müller, dem bekannten Maschinen-Museum in Biel, liessen sich die Vorstands-Vertreter: innen der Schweizer Panathlon Clubs über den Stand der Vorarbeiten Olympische Winterspiele 2038 in der Schweiz, über neue Ideen in der Verbands-Kommunikation und die angedachte Weiterbildung von Panathlon International (PI) informieren.

Nirgends lässt sich die stete Veränderung so gut sichtbar aufzeigen wie in einem Maschinen-Museum Was vor einigen Jahren noch topmodern daherkam, ist kurze Zeit später bereits nicht mehr aktuell oder gar veraltet. Oder kurz gesagt: Stillstand ist Rückschritt.

Dies ist auch für den Schweizer Distrikt Panathlon eine wichtige Erkenntnis. So war es nicht ganz zufällig, dass das Treffen mit den Vorstandsvertreter:innen im Maschinen-Museum Müller stattfand. Nach der Begrüssung durch Manu Praz, dem Präsidenten des PC Biel-Bienne, präsentierten Lenka Kölliker, Co-Präsidentin von Switzerland 2038, und Simone Righenzi, Leiter Venue Master Plan, den aktuellen Stand der Vorarbeiten der Olympia-Kandidatur. Die Schweiz steht im «privileged dialogue» mit dem IOC in der ersten Reihe und die Vorbereitungen der Bewerbung geht diesen Herbst in die heisse politische Phase. Wenn alles klappt, sollte dann im kommenden Jahr alles soweit vorbereitet sein, dass die offizielle Bewerbung beim IOC eingereicht werden kann. Mit dem Slogan «Gemeinsam-Einzigartig-Innovativ» wird für dezentrale Austragungsorte auf bestehenden Sportanlagen mit bewährten Organisationen gesetzt. Eine repräsentative Bevölkerungsumfrage hat kürzlich ergeben, dass 61 Prozent der Schweizer Bevölkerung hinter dem Projekt OS 2038 steht. Und auch die Finanzierung sei gemäss den beiden Referierenden auf gutem Weg.

Beitrag von Panathlon für OS 2038

Was kann die Panathlon-Bewegung für die Schweizer Kandidatur tun und was bringt diese der Panathlon-Bewegung? Das war in der anschliessenden Diskussion die zentrale Frage. Fazit: OS 2038 bietet eine grosse Chance für die Schweiz und den Schweizer Sport und muss deshalb genutzt werden. Panathlon kann dank seinem immens grossen Beziehungsnetz mit Networking viel zum Goodwill beitragen und die Begeisterung am Lodern halten, indem alle Clubs mit ihren Mitglieder sich voll dafür aussprechen. Präsident Peter Wüthrich brachte es kurz auf den Nenner: «Wir haben eine grossartige Vision – nun gilt es, diese einmalige Chance zu packen und für die künftigen Generationen von Sportlerinnen und Sportlern, aber auch für die ganze Schweizer Bevölkerung, wichtige Eckpfähle einzurammen!»

Weiterbildung in Swissness-Packet

Vorstandsmitglied Ivan Degliesposti informierte über die geplante Fort- und Weiterbildungs-Offensive von PI. In einem sehr umfangreichen Papierwall hat PI seine Ideen gesammelt und will die Clubs enger an sich binden. Ivan hat die wichtigsten Punkte herausgeschält und zusammengefasst und wird sie den Club-Vertretern als konzentrierte, auf das Wesentliche eingedampfte Fassung – sozusagen als Version «Swissness»- zustellen.

Zug und Neuchâtel erstellen Kurz-Video

Ein weiteres Ziel stellt das Thema Verbands-Kommunikation dar. Vize-Präsident Hansjörg Wyss gab den Vorstands-Vertreter:innen einen aktuellen Überblick. Mit der Kommunikations-Spezialistin Tanja Isler wird zurzeit an einem Kommunikationskonzept gearbeitet. Nach einer Stärken-Schwächen-Analyse hat sich die Arbeitsgruppe entschieden, aktuell vorerst mal auf zwei Schienen zu fahren. Einerseits wird die interne Information mit Schwergewicht Homepage und periodisch erscheinendem Newsletter gefördert. Andererseits gilt es die «Marke Panathlon» einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Dazu sollen Erklär-Videos, Factsheets- oder emotionale Kurzfilme hergestellt werden, die dann allen Clubs für ihre Öffentlichkeitsarbeiten bereitgestellt werden.

Cindy Guyot (PC Neuchâtel) und Adrian Andermatt (PC Zug) haben dazu zwei Video-Beispiele erstellt. Es handelt sich um Prototypen, die in kürzester Zeit mit minimalem technischem Aufwand erstellt wurden, aber eine hervorragende inhaltliche und bildtechnische Qualität beinhalten. Einerseits gelingt es der Golferin Fabienne In-Albon im Zuger Erklär-Video innert einer Minute aufzuzeigen, was Panathlon eigentlich ist. Beim Video von Cindy Guyot wird der emotionale Aspekt des Sports hervorgehoben und bildstark gezeigt. Beides sind hervorragende Beispiele, wie der Weg künftig weitergehen wird. Peter Wüthrich bedankte sich bei den beiden für den kurzfristigen Einsatz der beiden Clubs. Zudem ergänzte er: «Stellt euch vor: Jeder Club erstellt ein kurzes Video, wir vom Vorstand fügen diese zu einem Master-Stück zusammen. Welch eindrückliches Panoptikum würde da entstehen!»

Mit einem reichhalten Apero sowie emsigem Networken fand die diesjährige Vorständekonferenz ihren Abschluss. Wer dabei war, hat viel profitiert und vielfältige Informationen und Einblicke bekommen. Oder wie es im Französischen so treffend  heisst: «Les absents ont toujours tort!»

Bilder zur Konferenz: